Archiv für September 2008

Ooh! Aah! Cantona!

Im Sunday Mirror hat sich Eric Cantona, „Le Roi“, der König, wieder zu Wort gemeldet.

Eric Cantona bereut nichts. Gar nichts. Ganz im Gegenteil.

Es war am 25. Januar 1995. Beim Spiel gegen Crystal Palace trat Eric Cantona im Kung-Fu-Stil den Palace-Fan Matthew Simmons, der ihn vorher bespuckt und mit rassistischen Äußerungen beleidigt hatte, nachdem Cantona vom Schiedsrichter vom Platz gestellt worden war.

Es war vielleicht nicht der einzige Ausraster vom französischen Enfant terrible, aber sicher der wirksamste. Er entkam knapp einer zweiwöchigen Gefängnisstrafe und wurde von der Football Association und der FIFA weltweit für ein neun Monate gesperrt und musste Sozialstunden ableisten.

Heute sagt Eric Cantona, dass er den Rassisten am liebsten noch viel härter getroffen hätte. Wir lassen das mal so stehen.

Eine sehr schöne Hintergrundstory zu Eric Cantona gibt es übrigens bei 11 Freunde zu lesen.

Cantona, der inzwischen eine ganz schöne Wampe angesetzt hat, trainiert heute ein Beach-Soccer-Team und versucht sich im Schauspielern.

We drink we drink we drink to Eric the King the King the King

[Foto via: anthony kennedy, creative commons]

Wie Christoph Daum beinah Trainer des FC Schalke 04 geworden wäre

Gibt man bei der Internet-Suchmaschine Google die Schlagwörter „Christoph Daum Schalke“ ein, so erhält man 186.000 Treffer. Immer wieder wurde der charismatische Motivator Daum mit dem Traineramt des FC Schalke 04 in Verbindung gebracht – immer dann, wenn zuletzt ein Schalker Trainer auf der Kippe stand. Die Sport-Bild hat über ihn sogar mal gesagt: „Wenn Schalke anruft, würde Christoph sogar auf dem Pferd zur Unterschrift kommen.“ Wirklich? Nun ist die Sport-Bild nicht gerade für seriösen Journalismus bekannt und dementsprechend darf man diese Nachricht auch im Nachhinein werten.

Jeder halbwegs vernünftige Fan weiß inzwischen, dass das Fußball-Geschäft total aus den Angeln ist. Und Christoph Daum gehört zu diesem Fußball-Geschäft. Und sicher ist er auch total aus den Angeln gehoben. Er ist ein Opfer seines Business. Unter diesem Aspekt sollte man eben nicht alle seine ausgesprochenen Worte auf die Goldwaage legen, sondern auch mal in einer stillen Minute darüber nachdenken, warum er so ist, wie er ist.

Und hier zum Abschluss dieses Threads ein Song zu Ehren von Christoph Daum.

[Foto via: space caddet, creactive commons]

Zweitverwertung

Zum Spiel gegen die Zwietracht aus Frankfurt stehen die SCHALKE UNSER-Verkäufer wieder an den Eingängen der Arena und warten auf Abnehmer der Ausgabe Nr. 59. Haltet Ausschau!

Schalke Unser Nr. 59

Schalke Unser im Himmel … und im Spiegel

Unter dem Titel „Gottes Kicker“ hat sich Spiegel Online mit einem sehr interessanten Artikel dem Phänomen der missionierenden Fußballprofis gewidmet. Protagonist der Story ist unser „Evangélico“ Marcelo Bordon:

Marcelo Bordon ist ein Bär von einem Mann, ein Kraftpaket, im Fußball nennen sie einen wie ihn einen Abwehrhünen. (…) Er spricht mit sanfter Stimme, über die Liebe, die ihm helfe, wenn er in Not sei, und über ihn, der immer da sei, seit er ihn hineinließ in sein Leben.

Bordon spricht über den Heiligen Geist.

Der Brasilianer aus Ribeirão Preto, der 1999 nach Deutschland kam, ist ein „Evangélico“, ein evangelikaler Christ. Mitglied ist er bei einer pfingstlerisch-charismatischen Kirche. Strenge Bibeltreue und eine „persönliche Beziehung zu Gott“ kennzeichneten die Anhänger seiner Glaubensrichtung. Dies sei die einzig wahre Kirche Jesu, sagt er.

Trainerzitat

BxB-Trainer Jürgen Klopp nach dem Uefa-Cup-Hinspieldebakel (0:2) gegen Udinese Calcio: „Den Ausfall unseres besten Manns Lutz Wagner konnten wir nicht kompensieren. Er fehlte an allen Ecken und Enden.“

[Foto via: somma 1977, creative commons]

Kurva- Puta – Bitch – Hure

Na, wollen wir doch mal sehen, ob sich mit dem Titel dieses Threads nicht die Zugriffszahlen dieses Blogs erhöhen lassen ;-) Nach dem Derby am Samstag soll Marcelo Bordon den Schiedsrichter Lutz „Lutzifer“ Wagner ganz gegen seiner religiösen Einstellung als „Puta“ bezeichnet haben. Puta also, im Portugiesischen heißt das soviel wie Hure oder Prostitutierte. Eine Prostituierte bietet bekanntlich sexuelle Handlungen gegen Entgelt an. Von sexuellen Handlungen war am Samstag allerdings nichts mehr zu sehen. Zumindest nicht, nachdem Schalke nach 3:0-Führung zusammengebrochen ist wie ein Kartenhaus.

Nun ermittelt der DFB gegen Marcelo Bordon und auch gegen Mladen Kstajic, der gesagt haben soll, dass Schalke am Ende 9 gegen 14 gespielt hätte. Vielleicht wäre das mal eine neue Trainingsvariante für Fred Rutten.

[Foto via: Jorge Miente, creative commons]

Unter allen Umständen

Wer das Magazin „brand eins“ schon einmal in den Händen gehalten hat, der weiß, dass es durch intelligente Texte und einem sehr stylischen Layout besticht. In der Ausgabe 08/2008 gibt es einen von Gerhard Waldherr fantastisch recherchierten Artikel über das blau-weiße Schalke-Virus zu lesen. Titel des Artikels: „Schaaalke! Liebe ist, seinem Verein immer treu zu bleiben. Immer. Und unter allen Umständen. Eine Fan-Reise mit denen, ohne die der Fußball nicht wäre, was er ist.“

Derbyfieber (Teil 3)

Heute: Derby-Highlights aus dem BxB-Netradio:

Highlight 1

Highlight 2

Highlight 3

Highlight 4

Highlight 5

Boris? Ach, der Boris ist schon gegangen …

Update nach dem 3:3 vom 13.09.2008:

Highlight 5

Highlight 6

[Foto via: lukas_karna, creative commons]

Derbyfieber (Teil 2)

Es ist schon kurios: Manuel Neuer verletzt, Matthias Schober verletzt. Es wird zwar noch Geheimniskrämerei um einen vermeintlichen Einsatz von Manu Neuer betrieben, aber aller Voraussicht nach wird nun Ralf Fährmann das Schalker Tor hüten.

Zu seinen Ehren empfehlen wir folgenden Song.

[Foto via: Merlin_1, creative commons]

Derbyfieber (Teil 1)

Das Fieber steigt …

[Foto via: mottek.de, creative commons]