Auszüge aus dieser Ausgabe:

„Ich wollte nie ein Kind von einem Wattenscheider haben. Jetzt schon.“ – Interview mit Peter Lohmeyer
Projekt 04/04 – 100 Jahre Leidenschaft
Sitzen ist für‘n Arsch – Schalker Fan­-Initiative muss in den Knast
Die schönsten Skandale des FC Schalke 04 Teil 20
Was macht eigentlich…? – Thomas Kruse



„Ich wollte nie ein Kind von einem Wattenscheider haben. Jetzt schon.“

(rk) Neben Papst Johannes Paul dem II., von dem man nicht wirklich weiß, ob er bei den Spielen der Königsblauen mitfiebert, gibt es nicht allzu viele prominente Schalke-Fans. Einen von ihnen hat der Schalke-Virus allerdings voll erwischt. SCHALKE UNSER sprach mit dem Schauspieler und Schalker Fan-Initiativen-Mitglied Peter Lohmeyer über seinen neuen Film „Das Wunder von Bern“.

SCHALKE UNSER:
Peter, dein neuer Film kommt am 16. Oktober in die Kinos. In „Das Wunder von Bern“ spielst du die Hauptrolle. Wie ist es dazu gekommen?

PETER LOHMEYER:
Regisseur Sönke Wortmann hatte schon immer einen Faible für Helmut Rahn. Er war aber auch der Meinung, dass es in Deutschland nicht möglich sei, einen Fußballfilm zu drehen, da die deutschen Schauspieler einfach nicht kicken können. Ich musste ihn da erst einmal aufklären, denn es gibt sehr wohl kickende Schauspieler. Ich etwa habe in der C-Jugend vom VfB Stuttgart gespielt. Gestern haben wir erst wieder mit unserer Hobbytruppe gespielt ­ da hab wieder vier Dinger sowas von versenkt. Sönke Wortmann hat bekanntlich bei der Spvgg Oer-Erkenschwick gespielt, bei einem Benefiz-Spiel dort habe ich einmal den Frank Mill total blass aussehen lassen. Nachdem ich das 1:0 und das 2:0 gemacht hatte, war der Frank Mill irgendwie konsterniert.

SCHALKE UNSER:
„Das Wunder von Bern“ verfilmt die Geschichte der Walter-Elf beim großen WM-Triumph 1954 im Berner Wankdorfstadion. Was ist genau deine Rolle in dem Film?

PETER LOHMEYER:
Nachdem ich das Drehbuch gelesen hatte, war für mich klar, dass ich den Helmut Rahn nicht spielen würde. Helmut Rahn wird übrigens von Sascha Göpel gespielt, ein Schauspielschul-Absolvent, der auch in der A-Jugend von Rot-Weiß Essen gespielt hat. Mich interessierte vielmehr die Rolle des Spätheimkehrers Richard Lubanski, der 1954 aus der Kriegsgefangenschaft nach Hause kommt und seiner eigenen Familie fremd geworden ist. Seinen Sohn Matthias hat er über zehn Jahre lang nicht gesehen, er ist heimatverloren und hat große Schwierigkeiten sich zurecht zu finden. Matthias ist der allergrößte Fan der Nationalelf, als Taschenträger von Helmut Rahn verdient er sich ein paar Groschen hinzu. Rahn versichert ihm, dass, wenn Matthias als „Maskottchen“ mit zum Endspiel kommt, sie die WM auch gewinnen. Matthias größter Wunsch ist es dann natürlich, in die Schweiz zum Finale zu fahren. Der Matthias wird übrigens von meinem eigenen Sohn Louis gespielt. Louis war zur Drehzeit zwölf Jahre alt. Das musste dann mit den Drehzeiten immer so passen, dass wir die in die Ferien gelegt haben.

SCHALKE UNSER:
Hatte denn der Sönke Wortmann bei den Dreharbeiten seine BVB-Kappe auf?

PETER LOHMEYER:
Nein, das würde er auch in meiner Gegenwart nie wagen. Im Film kommt übrigens auch heraus, warum Deutschland das Finale in Bern mit 3:2 gewonnen hat. Eigentlich haben wir das einem Schalker zu verdanken. Wenn nämlich Bernie Klodt damals nicht so generös seinen Platz dem Helmut Rahn überlassen hätte, wäre es vermutlich gar nicht soweit gekommen.

SCHALKE UNSER:
Aber selbst miterlebt hast du die WM damals nicht.

PETER LOHMEYER:
Nein, ich bin Jahrgang 1962, hätte also frühestens zur WM nach Chile mitfahren können. Aber die Szenen der Walter-Elf sind jedem Fußball-Fan eingeprägt. Das „Aus, aus, das Spiel ist aus“ von Herbert Zimmermann ist wohl das bedeutendste Erlebnis der deutschen Fußball-Geschichte.

SCHALKE UNSER:

Du hast schon in über siebzig Filmen mitgespielt, dabei auch zusammen mit Joachim Krol in „Zugvögel – einmal nach Inari“. Wie ist das denn mit einem Borussen zusammenzuarbeiten?

PETER LOHMEYER:
Da gibt’s keine Probleme. Ich hab auch schon mit dem Dietmar Bär in „Nie mehr 2. Liga“ zusammen gespielt. Er im BVB-Trikot, ich im Schalke-Trikot, das war schon lustig. Der Humor darf natürlich nicht auf der Strecke bleiben, Sarkasmus und Sticheleien müssen einfach sein. Solange das nicht in Schlägereien ausartet, ist Fan-Rivalität eine tolle Angelegenheit.

SCHALKE UNSER:
Du bist auch sonst dem Fußball sehr verbunden und hältst Lesungen aus Fußball-Büchern.

PETER LOHMEYER:
Ja, das macht einen Riesenspaß, Nick Hornbys „Fever Pitch“ habe ich schon ein paar mal vorgetragen, unter anderem zusammen mit St. Pauli-Präsident und Theater-Leiter Corny Littmann in St. Pauli. „Am Sonntag, als ich Weltmeister wurde“ von Friedrich Christian Delius habe ich erst neulich in der Dorfkirche von Bochum-Stiepel vorgelesen. Ich bin Pfarrerssohn und mein Großvater war auch Pfarrer in eben dieser Dorfkirche. Wenn ein Schalker mal beten will, ist das mit Sicherheit ein schöner Ort dafür.

SCHALKE UNSER:
Du bist auch Mitglied in der Schalker Fan-Initiative.

PETER LOHMEYER:
Ja, vor ein paar Jahren fiel mir Euer Heft in die Hände. Neben dem „Viertel nach Fünf“ aus St. Pauli, das es nun leider nicht mehr gibt, sicher eine der Fan-Zeitungen, die mir am besten gefallen. Aufgewachsen bin ich in Hagen. Mit sechs Jahren ist man in dem Alter, in dem man sich für einen Verein entscheiden muss. Und mein Verein war Schalke 04. Als wir nach Stuttgart umgezogen sind, habe ich die Leute dort mit ihrem „Schwäbisch“ so schlecht verstanden. Ich konnte mich kaum verständigen, und beim Bolzen in der ersten Sportstunde hatte ich ein Schalke-Shirt an. Meine Mitschüler, die meinen Namen noch nicht kannten, nannten mich von da ab einfach nur noch „Schalke“. So etwas prägt.

SCHALKE UNSER:
Der Film „Fußball ist unser Leben“ spielt im Schalke-Milieu, die Hauptrollen waren besetzt mit Uwe Ochsenknecht und Ralf Richter. Hatte man bei dir gar nicht angefragt?

PETER LOHMEYER:
Doch, erst waren Joachim Krol und ich dafür vorgesehen. Doch ich hab mich mit dem Regisseur unterhalten, und der sprach auch schon wieder so ein schwer verständliches Schwäbisch. Ich fragte ihn, ob er selbst auch Fußball spielt, und er antwortete „Jo, isch häb och scho gekickt als Kind ­ danach nicht mehr.“ Da war für mich klar, dass ich das nicht machen werde. Man muss schon zu hundert Prozent dahinter stehen.

SCHALKE UNSER:
Und was sagst du zur aktuellen Schalker Mannschaft?

PETER LOHMEYER:
Wollen wir hoffen, dass es bergauf geht. Ich hab den Hamit Altintop live beim Derby gegen den BVB gesehen, und sage nur eins: „Ich wollte nie ein Kind von einem Wattenscheider haben. Jetzt schon.“

SCHALKE UNSER:
Peter, vielen Dank für das Interview und viel Erfolg für „Das Wunder von Bern“. Glückauf.


Projekt 04/04 – 100 Jahre Leidenschaft

(rk) Der FC Schalke 04 wird am 4. Mai 2004 einhundert Jahre alt. Das will natürlich kräftig gefeiert werden. Selbst ein Musical zur Vereinsgeschichte ist bereits in Planung. Ein riesiges Fan-Turnier soll bundesweit stattfinden, ein international renommierter Gegner beim Jubiläum in der Arena aufspielen. Das SCHALKE UNSER möchte zum 100-jährigen Bestehen natürlich auch etwas beitragen und macht daher einen Aufruf an Euch Fans:

Wir suchen die besten 100 Fan-Geschichten aus dem Leben des FC Schalke 04!

Was waren Eure größten persönlichen Erlebnisse mit dem FC Schalke 04? Wann hat Euch die Leidenschaft so richtig gepackt? Wann wolltet Ihr aber auch schon mal alles hinschmeißen und habt gesagt: „Dieser Verein sieht mich nie wieder.“ Wo wart Ihr so dermaßen sturzbetrunken, dass Ihr Euch an keines der fünf Auswärtstore erinnern konntet? Wann habt Ihr Eure Frau oder Euren Mann auf Schalke geehelicht? Wann seid Ihr Asi-Erich das erste Mal begegnet? Habt Ihr vielleicht mal mit Günter Eichberg eine Weinschorle oder mit Jörg Berger eine Sauna geteilt? Was war Euer „perfektes“ Spiel und was war Euer „gräuslichstes“ Erlebnis?

Die Story muss sich nicht unbedingt um das UEFA-Cup-Endspiel 1997 oder einen der letzten beiden DFB-Pokalsiege drehen. Willkommen sind genauso gerne Eure Erlebnisse beim SV Meppen, bei Hessen Kassel oder in Chisinau. Fan-Geschichten eben, sogar Stories, bei denen gar nicht mal der Fußball im Mittelpunkt stehen muss. Ihr alle seid aufgerufen, Euch an diesem „Meisterwerk“ zu beteiligen. Die 100 besten Stories werden zum 100-jährigen Jubiläum in einer Sonderausgabe des SCHALKE UNSER veröffentlicht. Dazu winken tolle Preise für die Top Ten:

1. Platz: 1 Buch „Im Land der Tausend Derbys“
2.-3. Platz: je 1 T-Shirt „Schalker dürfen das“
4.-6. Platz: je ein Schal „Schalker gegen Rassismus“
7.-10. Platz: Je ein SCHALKE UNSER-Jahresabo.

Schreibt uns Eure Stories und mailt sie an schalke-unser@fan-ini.de (am besten auch mit einem entsprechenden Foto). Die Geschichten sollten nach Möglichkeit nicht länger als eine Seite sein. Natürlich könnt Ihr Eure Stories auch auf Papier bringen, dann schickt sie uns bitte an:

SCHALKE UNSER, Postfach 10 24 11, 45824 Gelsenkirchen

Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2003.


Sitzen ist für‘n Arsch – Schalker Fan­-Initiative muss in den Knast

(bob) Juli 2003, es ist ein heißer Sommertag und ich stehe vor dem schweren Eisentor der Justizvollzugsanstalt Gelsenkirchen. Ein letzter Blick auf die Straße, dann ertönt schon der Summer und die Tür öffnet sich. Hände aus Holz, auf Stangen gestellt, säumen den Kiesweg hin bis zum Hauptgebäude. Die vorletzte Hand trägt das Logo von Fortuna Düsseldorf.

Willkommen in der Diaspora, sag ich mir und melde mich beim Pförtner an. Grund des Hierseins, Personalausweis abgeben, ein Sicherheitscheck bleibt aber aus. Ich warte auf die Psychologin und schaue mich in dem Ambiente vergangener Tage um. Warm ist es, stelle ich fest. Obwohl wenig Licht auf den Flur scheint, ist es verdammt warm hier, fast noch wärmer als die Freiheit.

Ich schleiche zu einem dieser monströsen Heizkörper und fühle. Ein Gefühl, als wenn der gegnerische Stürmer allein auf unseren Keeper zuläuft übermannt mich. Er ist drin, ähhm, er ist an, meine ich natürlich. Dicke Mauern haben ihren Preis, sag ich mir und trolle meiner mittlerweile erschienenen Begleitung hinterher. Tür auf,Tür zu, Tür auf, Tür zu, Tür auf, immer begleitet von klirrenden Schlüsselgeschäpper. Ich stehe in der Aula; wohin das Auge auch blickt: Eiche brutal, in der Mitte ein Halbkreis von Stühlen. Der Beamer und der Laptop stehen schon. Schön hier als Schalker zu sein, denke ich, und nicht als Straftäter. Ein weiteres großes Eisentor wird zum Trakt hin geöffnet. Dreißig Männer trollen sich zu den Stühlen. Die Atmosphäre ist kühl und bleiern. Es geht los. Entstehungsgeschichte der Schalker Fan-Initiative, Arbeit einst und jetzt, dann ist schon Mittagspause. Zum Essen ziehe ich die außen liegende Pommesbude dem Kantinen-Schmankerl vor. Ich schau mir die Mädels irgendwie anders an als noch vor ein paar Stunden.

Dann wieder Eisentor, Fortuna Düsseldorf, Pförtner, Eiche brutal, Gesichter. Die CD-Rom des Projektes (Dem Ball is‘ egal wer ihn tritt) wird eingeschoben. Der Vortrag kommt flüssig, aber jetzt auch mit Zwischenfragen. Eine Diskussion kommt in Gange, aber in der Mittagspause hat sich was verändert. Ein BVB­-Trikot ist zu sehen, und ein VfL/Ajax­Freundschaftsschal. Fan-­Lieben quer durch alle Ligen werden sichtbar und vorgetragen. Was da teilweise rüberkommt, ist schon mit Ablehnung verbunden. Das Gespräch nimmt einen ungewöhnlichen Verlauf, es geht um Hooligans und Gewalt. Zu meiner Verblüffung sind alle einhellig der Meinung, diese abzulehnen und machen dort das Krebsgeschwür des Fußballs fest. Einer schlägt gar vor, den Fußball wegen der Randerscheinungen zu verbieten.

Ich staune nicht schlecht, dass Hooliganismus als „krank“ definiert wird. „Jetzt aber mal Heuwägelchen“ sage ich laut. „Wo bin ich denn hier hin geraten, an welchen Schrauben hat man denn bei euch drehen müssen, dass ihr hier seid, warum wird der Hohl zum Hool“. Volltreffer. Dann beginnt endlich eine konstruktive Phase, in der beide Seiten viel von einander lernen. Antirassismus­Arbeit im Stadion, das ist cool, und stößt auf reges Interesse, ist wohl aber auch kein brennendes Thema im Knast. Die CD-Rom bekommt lobende Worte und viele verabschieden sich per Handschlag mit der Bitte „Komm noch mal wieder, war schön mit dir“. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die Wünsche dem Vortrag galten oder der Erkenntnis, dass es verschiedene Wege gibt, hier ein Zimmer zu reservieren. Die mitgebrachten SCHALKE UNSER gingen weg wie warme Semmeln und das Knast-Freiabo wurde beklatscht. Ich fahre seither mit einem anderen Gefühl an dem Backsteinbau an der Munckelstraße vorbei.


Die schönsten Skandale des FC Schalke 04 Teil 20

(rk) Schon am 23. September 1988 war die kürzeste Amtszeit einer Schalker Präsidentschaft wieder vorbei. Nach drei Tagen hatte Michael Zylka aufgegeben. Gesucht wurde nun ein Präsident mit Einfluss und vor allem sehr viel Geld auf der Tasche, denn die Schuldenlast war erdrückend.

Der Sonnenkönig

Es musste ein „Verrückter“ gefunden werden, der das „Abenteuer Schalke“ eingehen wollte. Drei-Tages-Präsident Michael Zylka kannte Günter Eichberg bereits von der Düsseldorfer EG. Dort hatte Eichberg sogar verlauten lassen: „Wenn ich das vorher gewusst hätte, dass es so einfach ist, Präsident auf Schalke zu werden, dann hätte ich es schon viel früher probiert.“ Der Schuldenberg als Hürde aber ließ sich nicht wegreden.

Dennoch stellte sich Eichberg zur Wahl. Günter Eichberg, der Besitzer von sechs Privat-Kliniken (Spezialgebiet: Krampfadern) war erst vor kurzem Schalke-Mitglied geworden. Das machte ihn verdächtig, allerdings war weit und breit niemand anderes in Sicht, der Schalke schneller auf die Beine helfen konnte. Einziger ernst zu nehmender Gegenkandidat war Hermann Eppenhoff, den man auf Schalke als ruhigen, sachlichen Mann schätzte. Der ehemalige Meistertrainer hielt sich lieber im Hintergrund auf, und war von daher das genaue Gegenteil von Eichberg. Zudem hatte Eppenhoff gesundheitliche Probleme: „Es ist bekannt, dass ich einen Herzschrittmacher habe. Aber den hat Helmut Schmidt auch.“ Sein Konzept: „Ich würde Rolf Rüßmann zum Manager machen, wenn er zu bezahlen ist. Schalke braucht endlich Ruhe – denn wir haben uns schon genug blamiert.“ Doch im letzten Augenblick zog Eppenhoff seine Kandidatur zurück.

Erst am 16. Januar 1989, ein gutes Vierteljahr nach dem Rücktritt von Zylka, kam es zur Wahlnacht. Es sollte den bis dato größten Wahlsieg geben, den Schalke erlebt hat. 83,9 Prozent der fast 1400 wählenden Mitglieder stimmten für Günter Eichberg. 132 Journalisten bedrängten ihn anschließend, als er die Sektkorken knallen ließ. Champagner für 106 Mark die Flasche wurde geköpft. Günter Eichberg versprach Schalke den Aufstieg („aber noch nicht in diesem Jahr“) und Geld für neue Spieler. Mit dem 42-Jährigen jubelte seine Lebensgefährtin Christa Paas. Schalke hatte nun auch eine First Lady.

Eichberg trat kein leichtes Amt an, 2,5 Millionen Mark Schulden hatten sich aufgetürmt. Aber er zeigte sofort, dass er um originelle Ideen nicht verlegen war: Kneipenwirte, die 1000 Mark spendeten, durften ihren Laden ab sofort „Schalker Vereinslokal“ nennen.

Und nun wurde auch klar, warum Hermann Eppenhoff vor der Wahl einen Rückzieher machte, denn Eichberg machte den 69-Jährigen zum ehrenamtlichen Manager. Und gleich beim ersten Eichberg-Transfer war auch Eppenhoff beteiligt. Nachdem Eichberg diverse Profis abgesagt hatten (Rainer Schütterle, Stefan Engels, Christian Hausmann) wurde kurz vor der Schließung der Transferliste Günter Schlipper für 700.000 Mark von Köln an den Schalker Markt geholt. Die halbe Bundesliga lachte sich schlapp, denn der Preis war viel zu hoch. Vor sechs Monaten war der Mittelfeldspieler von Oberhausen nach Köln gewechselt, da kostete er gerade mal 175.000 Mark, in Köln saß er oft nur auf der Ersatzbank. Eichberg: „Sicher ist die Transfersumme zu hoch, aber wir waren unter Zeitdruck, mussten handeln. Aber wir sind sicher, dass wir einen Riesen-Mann geholt haben.“

Erste Rückschläge

So kam es nach der Winterpause zum ersten Spiel unter Eichbergs Regentschaft – ausgerechnet bei Fortuna Düsseldorf, dem Verein, bei dem Eichberg zuvor versucht hatte, Einfluss zu gewinnen. Mit Fortuna-Präsident Förster war er per Du, der Fortuna hatte Eichberg zuvor drei Spieler finanziert und ein Trainingslager bezahlt.

Beim Spiel gegen die Fortunen pennte die gesamte Schalker Mannschaft. Didi Ferner kritisierte sein Team nach der 0:2-Niederlage ungewöhnlich scharf. Das Schalker Mittelfeld mit Anderbrügge, Goldbaek, Schlipper und Marell ging völlig unter. Nach der Niederlage lud Eichberg seine Truppe dennoch in die Düsseldorfer Altstadt an die längste Theke der Welt ein.

Auf Schalke ließ es sich als Spieler prima leben. Das Training verlief ausgesprochen harmonisch, keiner wurde angemacht, selten ging es im Zweikampf richtig zur Sache. Nach jedem Training dufteten in der Kabine frischer Kaffee und leckerer Kuchen. Das Arbeitsklima auf Schalke verschlechterte sich aber drastisch, als die spielerischen Leistungen auf dem Platz nicht besser werden wollten. 0:1 in Braunschweig verloren, dann nur ein 1:1 gegen Rot-Weiß Essen und ein indiskutables 0:2 in Aschaffenburg. Charly Neumann blieben bei seiner Schrotkur in Oberstauffen die Körner im Halse stecken. Schalke befand sich schon wieder im Abstiegskampf – diesmal ging es aber um den Abstieg in die Amateurliga.

Die Gründe für den Absturz: Der Schalker Sturm war nur noch ein laues Lüftchen. Uwe Wassmer hatte Ladehemmung, Neueinkauf Uwe Igler passte überhaupt nicht in die Mannschaft. Jürgen Luginger war alles andere als ein Flankengott und Ingo Anderbrügge, Bjarne Goldbaek und Günter Schlipper arbeiteten kein bisschen nach hinten. Didi Ferner gönnte Jens Lehmann, der in den letzten Spielen einige Male patzte, eine Auszeit. Abstiegskampf in der 2. Liga und Prüfungsstress im Abitur waren wohl zuviel für den 19-Jährigen. Werner Vollack kehrte ins Tor zurück.

Platzsturm

Der Linienrichter schaffte es gerade noch in den Kabineneingang zu stürmen. Doch für Schiedsrichter Michael Prengel blieb der Fluchtweg versperrt. Etwa 200 aufgebrachte Schalke-Fans stürmten knapp fünf Minuten vor dem Abpfiff der Partie Schalke 04 gegen Darmstadt 98 (3:4) den Rasen des Parkstadions und wollten den Unparteiischen „einfangen“.

Die Meute war kaum noch zu beruhigen und nur dem schützenden Einsatz der Schalker Spieler verdankte es Prengel, dass er mit einem Tritt in den Allerwertesten davonkam. Konnte die Partie nach einer Unterbrechung von 15 Minuten fortgesetzt werden, so lauerten zahlreiche Fans noch eine Stunde vor dem Marathontor, um den Referee „zu holen“. „Ich rechne mit einer angemessenen Strafe vom DFB, die haben wir auch verdient“, meinte Günter Eichberg, während Geschäftsführer und Großbäcker Fred Gartenbröcker nur kleine Brötchen backte: „Mit so etwas konnte niemand rechnen.“

Dabei war mit zunehmender Spielzeit abzusehen, dass der 25 Jahre alte Prengel in diesem Kellerduell überfordert war. Mit merkwürdigen Entscheidungen brachte das Schiedsrichtergespann die Volksseele mehr und mehr zum Kochen (vornehmlich nicht gegebene Abseitstore für Schalke, welche niemals abseits waren). Doch der Schiedsrichter hatte natürlich nicht die alleinige Schuld an der Niederlage. Die Spieler mussten sich an die eigene Nase fassen und auch Trainer Ferner war längst nicht mehr unumstritten.

Dennoch sollte das ganze ein Nachspiel haben, Schalke bekam vom DFB eine Platzsperre für das Heimspiel gegen Fortuna Köln auferlegt. Es gab ein langes Hickhack um den Austragungsort. Man wollte eigentlich nach Lüdenscheid (das echte Lüdenscheid), aber der DFB genehmigte dies aus Sicherheitsgründen nicht. Schließlich entschied man sich für Hannover. Das Verhalten der Zuschauer sorgte auch noch dafür, dass die hohen Zäune in die Nordkurve des Parkstadions kamen (wo sie bis heute stehen).

Ein Schritt vor dem Abgrund

Es kam der absolute sportliche Tiefpunkt in der Schalker Vereinsgeschichte. Schalke verlor auch das Keller-Derby in Osnabrück mit 0:1 und rutschte in der 2. Liga auf den vorletzten Platz ab. Bis zum rettenden Ufer waren es schon vier Punkte Abstand, der Absturz zu den Amateuren stand kurz bevor. Nach dem Spiel erklärte Günter Eichberg: „Wir werden noch in dieser Woche über die Trainer-Frage beraten müssen.“

So kam es, wie es kommen musste. Didi Ferner packte seine Koffer zum zweiten Mal und Günter Eichberg begann die Suche nach einem geeigneten Trainer. Geheimverhandlungen soll es sogar mit Rainer Bonhof und Udo Lattek gegeben haben, heißester Kandidat aber war der Trainer von Alemannia Aachen, Peter Neururer. Ein Spiel mit drei Marionetten, gelenkt von Günter Eichberg, das selbst für Insider kaum mehr nachvollziehbar war: Morgens um sieben Uhr wurden die Spieler aus den Betten geklingelt: „Kommen Sie gleich ins Stadion. Da erfahren Sie alles weitere.“ Spieler Jörg Mielers war telefonisch nicht zu erreichen, er wurde sogar von zwei Polizeiwagen abgeholt und zum Berger Feld gebracht.

Im Stadion standen die Spieler dann ratlos auf dem Parkplatz herum. Im Clubhaus hielt Eichberg eine Pressekonferenz ab, zwei Türen weiter verhandelte Ferner seine Abfindung. Denn Schalke hatte seinen Vertrag erst vor vier Wochen um ein Jahr verlängert.

Den Spielern wurde mitgeteilt, dass ihr alter Trainer entlassen war, der neue zwar feststeht (Peter Neururer), der aber noch nicht kommen darf, weil Aachen die Freigabe verweigerte, so dass Eichberg flugs den ehemaligen Schalker Nationalspieler Helmut Kremers zum Manager und auch Interimstrainer ernannte.

Um ihn war es in den letzten Jahren still geworden. Kremers ging nach seiner Schalker Zeit nach Calgary in die nordamerikanische Profi-Liga, spielte danach noch ein Jahr bei Rot-Weiß Essen und war danach in der Modebranche tätig gewesen. Charly Neumann brach unterdessen seine Kur im Allgäu ab. 36 Pfund leichter raste er sofort ins Trainingslager, um der Mannschaft vor dem „Schicksalsspiel“ gegen Saarbrücken beizustehen. Und tatsächlich: Trotz des enormen Drucks gelang den Schalkern ein 2:1-Erfolg.

Neue Besen kehren gut

Doch eine Woche später war Peter Neururer bereits Trainer auf Schalke. Neururer hatte zuvor in Aachen ausgerechnet Didi Ferner abgelöst und war mit 33 Jahren einer der jüngsten Fußballlehrer der Bundesligageschichte. Zudem war er glühender Schalke-Fan: „Für Schalke würde ich von Aachen aus zu Fuß laufen.“ Er sollte ein absoluter Glücksgriff werden.

Gleich in seiner Antrittsrede hatte er angekündigt: „Mit Schönspielerei kommen wir unten nicht raus. Jetzt ist Kloppen gefragt!“ Neururer war selbst ein Kämpfertyp und so setzte er im Abstiegsduell bei Hertha BSC Berlin voll auf Kampf: „Wir wollen gewinnen, wir werden uns nicht verstecken. Jeder muss das Letzte geben.“ Gleichwohl sah auch Neururer Defizite im Schalker Kader und wollte einen der stärksten Kämpfer der Zweiten Liga verpflichten: Didi Schacht sollte von seinem alten Verein Alemannia Aachen an den Schalker Markt geholt werden.

Unter Neururer legte Schalke dann tatsächlich eine Serie hin: Zwar verloren die Königsblauen noch in Berlin, doch dann ging es aufwärts. 3:1 bei Union Solingen, 4:1 gegen Mainz, 1:1 in Bayreuth, 3:2 gegen Wattenscheid 09. Am 23. Mai sollte dann das „Heim“-Spiel gegen Fortuna Köln ausgetragen werden. Wegen der Platzsperre musste Schalke in das Niedersachsen-Stadion ausweichen. Das Spiel wurde von „Müller-Milch“ gesponsert und die Schalke-Fans wurden mit zig Bussen kostenlos nach Hannover gekarrt, um Support gegen den Abstieg zu leisten.

Unter 10.000 Zuschauern waren keine 30 Fortunen aus Köln und das Spiel war auch ein Top-Highlight (3:3). „Neutrale Fans“ staunten nicht schlecht: „Alle Achtung, ihr karrt mal eben 10.000 hier an“. Das war beachtlich, denn manche Heimspiele im Parkstadion fanden vor 5000 bis 7000 Zuschauern statt und ins 250 km entfernte Hannover fuhren „mal eben“ 10.000 hin.

Beim nächsten Heimspiel gab es ein 4:2 gegen den SC Freiburg. Der Klassenerhalt war in greifbarer Nähe und auch die Zuschauer kamen wieder ins Parkstadion. Gegen Freiburg waren es über 20.000 begeisterte Zuschauer, darunter auch nach langer Zeit mal wieder Olaf Thon, der sich beeindruckt von der tollen Atmosphäre zeigte. Im Clubheim herrschte ausgelassene Stimmung. Präsident Eichberg, offensichtlich ein Frauentyp, ließ sich hier und da ein Küsschen aufdrücken, nahm von einer Blondine einen überdimensionalen blau-weißen Ball entgegen, während die Theke Beifall klatschte, auch wenn dabei einige Pilsgläser zerbrachen.

„Ich freue mich schon auf den Tag, wenn wir in die 1. Bundesliga aufsteigen“, genoss Günter Eichberg das Bad in der Menge, das er zuvor auch schon auf dem Platz in der Nordkurve genommen hatte. m Siegestaumel ließ Schalkes Präsident einen beinahe nachdenklichen Charly Neumann zurück: „Wenn der so weiter macht, stiehlt der mir glatt die Show.“ Ein Riesenschritt in Richtung endgültiger Rettung folgte dann beim Spiel in Meppen. Schalke gewann durch Tore von Andres Müller, Uwe Wassmer und Ingo Anderbrügge vor 15.000 Zuschauern mit 3:1.

Doch das große Finale stand noch aus. Im letzten Heimspiel der Saison 1988/89 sollte ein richtiges Stadionfest steigen. Präsident Eichberg ordnete an, dass die Eintrittspreise um die Hälfte gesenkt werden. Das ging natürlich nur, weil ein Sponsor für das Spiel gefunden werden konnte. Ein japanischer Auto-Hersteller „kaufte“ das Spiel für 160.000 Mark und ermöglichte so einem Erwachsenen einen Stehplatz für gerade mal vier Mark. Und so kamen tatsächlich 66.000 Zuschauer zum Spiel gegen Blau-Weiß 90 Berlin, die den 4:1-Sieg und den Verbleib in der 2. Liga wie den Gewinn einer Deutschen Meisterschaft feierten. Unmittelbar nach dem Abpfiff stürmten hunderte Fans das Spielfeld und trugen „Retter“ Peter Neururer auf den Schultern bis vor die Kabine. „Nach Hochzeit und Geburt meines Kindes ist das der größte Tag in meinem Leben“, freute sich der Trainer. Trainerbank.

Feiern, bis der Arzt kommt

Die Schalker mussten in dieser Saison lange zittern, also wurde auch lange gefeiert. Und das nicht nur bei den Fans: Im Schalker Clubraum ging bei der improvisierten Feier sogar das Bier aus. Präsident Eichberg tanzte mit nacktem Oberkörper auf dem Tisch. Andreas Müller, Ingo Anderbrügge stimmten mit Ährwin Weiß in „Blau und Weiß, wie lieb ich dich“ ein. Trainer Neururer wurde schon auf der Rolltreppe von einem Rentner ein Umschlag überreicht. Inhalt: 600 Mark. „Mein persönliches Dankeschön an den Retter“, sagte der Mann.

Hinterher wurden die Geschenke größer. Christa Paas, Eichbergs Lebensgefährtin, schenkte dem Trainer im Siegestaumel sogar ihren Porsche. Neururer hatte nämlich immer wieder von Eichbergs Turbo geschwärmt. Und der Präsident hatte in Bierlaune versprochen: „Wenn wir die Klasse erhalten, bekommst Du den Wagen.“ Nach der Rettung rief Christa Paas durch den Saal: „Jetzt sollst Du Deinen Porsche haben.“

Auch Schalke-Sponsor Rüdiger Höffken hatte die Spendierhosen an: „Ich stelle bis zu einer Million für Verstärkungen zur Verfügung.“ Dafür wurden Neururers Wunschspieler Didi Schacht und Peter Sendscheid aus Aachen geholt. Und noch ein prominenter Neuzugang wurde vorgestellt: Matthias Herget sollte in der neuen Saison die Schalker Liberoposition besetzen.

Günter Eichberg lässt die Puppen tanzen. Als der eiserne Vorhang zum Osten fällt, landet Schalke mit Sascha Borodjuk einen Volltreffer. Aber genügt das auch zum Aufstieg in die 1. Liga? Das alles und vieles mehr in der nächsten Ausgabe des SCHALKE UNSER.


Was macht eigentlich…? – Thomas Kruse

(svs) Das (Fußballer-)Leben schreibt manchmal seltsame Geschichten: Da schießt er in zehn Profijahren auf Schalke gerade mal drei Ligatore. Doch ausgerechnet im Spiel des Jahrhunderts, dem unvergessenen 6:6 gegen die Bayern, gelingt ihm der Treffer zum 1:2. Und ein weiteres Kuriosum hatte er selbst schon fast vergessen – wir nicht: Am 13.3.1979 schoss Kruse im Freundschaftsspiel Schalke 04 gegen Österreich das einzige Tor – leider in die falsche Richtung.

Die Rede ist vom Abwehrmann Thomas Kruse, der dem Schalker Kader von 1978 bis 1988 angehörte. 199 Erst- und 46 Zweitligaspiele stehen für den nicht gerade für seine spektakuläre Spielweise berühmten Blondschopf zu Buche – alle für Schalke. 1975 wechselte der gebürtige Recklinghäuser vom dortigen FC zur Schalker Jugend. Immerhin eine A-Jugendmeisterschaft kann er vorweisen. In der Saison 78/79 gelang ihm der Sprung in den Profikader. Was folgte, waren drei Ab- und zwei Aufstiege mit den Profis. Wobei er sich für den letzten Kellergang 1988 nicht verantwortlich fühlt: „Nach der Vorrunde standen wir auf einem Nichtabstiegsplatz. In der Rückrunde habe ich nur vier Spiele gemacht, meistens als Einwechselspieler.“ Horst Franz kam und sortierte den damals 30-jährigen aus. Sein letztes Pflichtspiel für Schalke absolvierte er am 29. Spieltag bei der 1:3-Auswärtsniederlage gegen den FC Homburg. Und dann? Der gelernte Kaufmann Thomas Kruse ist immer bodenständig und heimatverbunden geblieben. Nach Schalke gab´s zwar Angebote, doch dafür hätte er umziehen müssen. Und das wollte er nicht. Er spielte noch ein Jahr beim Zweitligaabsteiger FC Remscheid und schließlich in der Oberliga beim DSC Wanne-Eickel, wo ihm durch den damaligen Sponsor des Vereins auch eine berufliche Perspektive geboten wurde.

Kruse machte die Trainer-A-Lizenz und führte innerhalb von zwei Jahren die zuvor langjährigen Verbandsligisten BW Post Recklinghausen und Eintracht Rheine in die ersehnte Oberliga. „Wenn man zweimal in so kurzer Zeit aufsteigt, muss man als Trainer schon was draufhaben“, ist der ehemalige Manndecker noch heute stolz darauf. In Rheine löste er übrigens niemand geringeren als den bekannten Vorzeigecholeriker Ernst Middendorp als Trainer ab. Der Kontakt zu S04 ging während der ganzen Zeit nie verloren. Schon deshalb, da Kruse Mitglied der Schalker Traditionsmannschaft ist.

Und heute? Thomas Kruse arbeitet halbtags bei einer Entsorgungsfirma (nein, leider nicht für BVB/NL-Devotionalien) in Bochum. So hat er immer noch genug Zeit für sein liebstes Hobby, den Fußball. Der Ex-Profi trainiert heute die Schalker C-Jugend. Wobei er den Erfolg seiner Trainerarbeit nicht an Titeln messen lassen will, sondern daran, ob aus einem seiner Jungs dereinst ein gut ausgebildeter Bundesligaspieler wird. Und ob er da erfolgreich sei, meint er, könne man erst in ein paar Jahren beurteilen. Nebenbei arbeitet Kruse auch in der Fußballschule von Ingo Anderbrügge mit. Neid auf die heutigen Profis, deren Gehälter oder Spiele in der Arena ist ihm fremd: „Spiele gegen Bayern oder Dortmund vor 70.000 im ausverkauften Parkstadion waren doch auch ein unvergessliches Erlebnis.“ Klar, meint er, bei den heutigen Spielergehältern wäre er wahrscheinlich Millionär. Aber auch so ist er zufrieden, hat sich eine sichere Existenz aufgebaut und kann auf eine zehnjährige Karriere beim „geilsten Club der Welt“ zurückblicken. Und letzteres ist immerhin etwas, was Emmerich, Zorc & Co. ihr Leben lang nicht erreicht haben.