Archiv der Kategorie 'Mythos Schalke'

Mythos Schalke – Schalker Glanzzeit: Lauter Siege oder Sieg Heil?

Sechs von sieben Titeln errangen die Schalker zwischen 1934 und 1942. Die Glanzzeit des Vereins fiel in die glanzloseste Deutschlands. Ein historischer Zufall oder ließen sich die Knappen missbrauchen? Über 60 Jahre danach fällt eine eindeutige Beurteilung schwer. Zu lange war das Thema ein Tabu.

Juli 1940. Über 70.000 Menschen füllen das Berliner Olympiastadion. Euphorie und gespannte Erwartung liegen über dem weiten Rund.

Eines der ganz großen Spiele soll es werden, ein Fußballfest. Schalke 04 spielt um seine fünfte deutsche Meisterschaft gegen den traditionsreichen Dresdener SC.

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Mythos Schalke – International

Sommer 1996. Alles wartet auf die UEFA-Cup-Auslosung. Endlich ist Schalke wieder dabei in Europa. Endlich! Denn das letzte Mal, das ist verdammt lange her. Vor knapp 40 Jahren gab es die ersten blau-weißen Auftritte auf internationalem Parkett. Nach der Deutschen Meisterschaft 1958 spielten die Knappen zum ersten und bisher auch einzigen Mal im Europapokal der Landesmeister. Und wie sie spielten!

1958

Der siebte Meistertitel bedeutet nicht nur, dass die Knappen den Rekord des Club aus Nürnberg einstellen. Nein, er bedeutet viel mehr. Denn am 26. August ist es soweit: Beim dänischen Meister Kopenhagen BK haben die Knappen ihren ersten internationalen Auftritt.

Erst vier Jahre zuvor hatte die Europäische Fußball-Union die sogenannten Europapokal-Spiele eingeführt. Zu dieser Zeit ist die Champions League noch weit weg. Stattdessen gibt es einen einfachen Vergleich mit K.O.-System in Hin- und Rückspiel.

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Mythos Schalke – Erst Flutlicht, dann Lichtblick

Hässliche letzte Spielminuten, böse Karlsruher: Nach dem 50. Geburtstag muss Schalke allerhand Unbill überstehen. Doch dann kam das (Flut-)Licht und am Ende wurde alles gut, wie im Märchen. Teil 6 unserer Serie über die Knappen in den Jahren 1955 bis 1958.

1955

Edi Frühwirth, im Jahr zuvor als neuer Trainer verpflichtet, beginnt mit dem Umbau der Schalker Mannschaft. Otto Laszig, Piontek und Helmut Jagielski rücken in die erste Mannschaft auf, aus Kassel kehrt Günter Siebert wieder zurück. Frühwirth legt viel Wert auf ein schnelles Reaktionsvermögen seiner Spieler. In der ersten Mannschaftsbesprechung stößt er nebenbei einen Aschenbecher vom Tisch. Der Einzige, der aufspringt, um das gute Stück zu retten, ist Walter Zwickhofer.

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Mythos Schalke – Der Lorbeer welkt

Juli 1945 – die Glückauf-Kampfbahn ist immer noch ein großes Trümmerfeld. Nach und nach kehren Spieler der großen Meistermannschaft aus dem Krieg zurück. Ala Urban, Natz Füller und Walter Berg haben den Krieg nicht überlebt. Hermann Eppenhoff, Schuh und Walter Zwickhofer befinden sich noch in Kriegsgefangenschaft.

Ernst Kalwitzki ist zu Rhenania Köln gewechselt, Rudi Gellesch nach Lübbecke gezogen. Karl Barufka spielt in Stuttgart. Robert Nattkämper, Ernst Poertgen, Ferdl Zajons und Tullux Valentin haben die Fußballschuhe endgültig ausgezogen.

Vom alten Stamm sind noch Hans Klodt, Ernst Kuzorra, Fritz Szepan, Ötte Tibulski und Otto Schweisfurth übrig geblieben. Kuzorra ist mittlerweile 40, Szepan 38 Jahre alt.

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Mythos Schalke – „Bombenspiele“ – dann Bombenterror

Die großen Schalker Jahre, immer noch. Zwischen 1939 und 1944 holten die Knappen drei Meistertitel, gewannen astronomisch hoch gegen den BVB. Doch das Wort „Schützenfest“ bekommt eine bittere Bedeutung. Am Ende gewinnt nur noch einer – der Krieg.

1939

Nach der Gaumeisterschaft setzen sich die Knappen in den Gruppenspielen zur Deutschen Meisterschaft gegen Wormatia Worms, Vorwärts Rasensport Gleiwitz und den Kasseler SC mit 10:2 Punkten überlegen durch.

Am 12. März kommt es im Dortmunder Stadion Rote Erde vor 28.000 Zuschauern mal wieder zu einem Schützenfest. Bereits nach 15 Minuten führen die Schalker durch Tore von Urban, Hinz und Kuzorra mit 3:0. Danach reißt der Faden. Mit 2:3 geht es in die Kabinen, direkt nach Wiederanpfiff fällt zum Schrecken der zahlreichen Schalker Fans der Ausgleich.

Ala Urban besorgt jedoch kurz danach wieder die 4:3-Führung. Danach gibt es keine Dortmunder Gegenwehr mehr. Dem 5:3 durch Fritz Szepan folgt Ernst Kuzorras verwandelter Elfmeter zum 6:3. Hinz sorgt mit seinem 7:3 für den Endstand.

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Mythos Schalke – Der Kreisel kommt ins Rollen

Die großen Schalker Jahre. Sechsmal holten die Königsblauen zwischen 1934 und 1942 die Meisterschaft an den Schalker Markt – einmal (1937) wurde der DFB-Pokal und damit das Double gewonnen. Schwerpunkt dieses Artikels, der die Jahre 1932 bis 1938 umfasst, sollen aber nicht nur Endspiele und Titel sein. Die Schalker Rolle in der Nazizeit soll dagegen nur am Rande gestreift werden – wir verweisen auf den Artikel ´Lauter Siege oder Sieg Heil´, den Ihr hier in Kürze lesen könnt.

1932

Zum ersten Mal erreichen die Königsblauen das Halbfinale in den Spielen um die Deutsche Meisterschaft. In der Vorrunde bereitet überraschend der SuBC Plauen den Schalkern die größten Probleme. Mit 5:4 n.V. retten sich die Blauen mit Ach und Krach in die nächste Runde.

In der Vorschlussrunde ist jedoch am 29. Mai gegen Eintracht Frankfurter in Dresden Endstation (1:2). Im Finale schlägt Bayern München die Eintracht. Trotz des rein süddeutschen Endspiels zählen die Westvereine (Schalke, Benrath und Düsseldorf) zu den stärksten Teams in Deutschlands.

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Mythos Schalke – Pop-Art

Zum Gedenken an Andy Warhol, der heute 80 Jahre alt geworden wäre (wenn er nicht vorher den letzten Abpfiff gehört hätte), und natürlich Ernst Kuzorra, gibt es hier für Euch im Rahmen der „Mythos Schalke“-Serie Pop-Art der besonderen Sorte.

Den Andy-Warhol-Look gibt’s übrigens hier.

Mythos Schalke – Die wilden Jahre

1926

Im letzten Saisonspiel gewinnt Schalke am 11. April bei der STV Horst mit 3:1 und wird mit 35:9 Punkten Gruppenmeister. Eine Woche später gewinnen die Schalker das Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Ruhrbezirksliga gegen Sportfreunde 07 Essen mit 2:1.

Ernst Kuzorra spielt mit dem Gedanken, die Knappen zu verlassen und bewirbt sich an der Polizeischule in Münster. ´Tullux´ Valentin zerreißt nach dem Training das Einberufungsschreiben für die Polizeischule mit den Worten: „Ernst, du bleibst hier!“.

Am 26. Oktober wird Bernie Klodt, Kapitän der Meistermannschaft von 1958, geboren.

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Mythos Schalke – Die Stunde Null-4

1904

51o 31´ Grad nördlicher Breite und 4o 45´ östlicher Länge: 16 Jugendliche aus dem Gelsenkirchener Stadtteil Schalke treffen sich, um ihr bisheriges Freizeitgekicke zu beenden und einen offiziellen Verein zu gründen: den Sportverein Westfalia Schalke.

Das genaue Gründungsdatum ist heute unklar – irgendwann im April oder Mai 1904 muss es gewesen sein, später wurde einfach der 4. Mai 1904 als Gründungstag angegeben. Ein Protokoll oder ähnliches hat es nie gegeben.

Die Vereinsfarben sind nicht blau und weiß, wie vielleicht viele vermuten, sondern rot und gelb. Abgeguckt von einer holländischen Mannschaft, die kurz zuvor mehrere Gastspiele im Revier absolviert hatte.

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Mythos Schalke – Ein Vorwort

Getz ma äährlich! Machen wir uns doch nichts vor. Wir alle lieben und verehren Schalke vor allem auch wegen seiner Tradition. Doch die enge Verbindung zwischen Mannschaft, Publikum und Schwerindustrie hat sich gelöst. Selten nur noch ist sie spürbar.

Die Zeche Consol war vor Jahren allenfalls Kulisse für ein Mannschaftsfoto – ein lauer Verweis auf eine Vergangenheit, die verpflichtet. Gewiss können wir Bergwerksschließungen nicht rückgängig, die Stahlkrise nicht ungeschehen machen – und den Kohlepfennig nicht spenden.

Wir sind ja nicht von gestern. Aber wir denken gerne an gestern, weil der Zusammenhalt auf Schalke immer des einzigartigen Vereins größte Stärke war. Die Spieler früher wussten: Ich spiele auf Schalke – das ist etwas Besonderes. Es war also an der Zeit, zwischen Juni 1995 und August 1996 die Geschichte unseres Vereins vom Anfang an bis zu Beginn der Bundesliga in einer Serie im SCHALKE UNSER aufzuarbeiten. Auch wenn seitdem ein paar Jahre ins Land gegangen sind – es gibt Dinge, die sind zeitlos aktuell. Denn: Wir erzählen, wie alles begann.

Ab morgen versüßen wir Euch die Wartezeit auf den Start der neuen Saison und wiederholen in unserem Blog in acht Teilen jeden Tag eine neue Episode des „Mythos Schalke“.