Im Sunday Mirror hat sich Eric Cantona, „Le Roi“, der König, wieder zu Wort gemeldet.
Eric Cantona bereut nichts. Gar nichts. Ganz im Gegenteil.
Es war am 25. Januar 1995. Beim Spiel gegen Crystal Palace trat Eric Cantona im Kung-Fu-Stil den Palace-Fan Matthew Simmons, der ihn vorher bespuckt und mit rassistischen Äußerungen beleidigt hatte, nachdem Cantona vom Schiedsrichter vom Platz gestellt worden war.
Es war vielleicht nicht der einzige Ausraster vom französischen Enfant terrible, aber sicher der wirksamste. Er entkam knapp einer zweiwöchigen Gefängnisstrafe und wurde von der Football Association und der FIFA weltweit für ein neun Monate gesperrt und musste Sozialstunden ableisten.
Heute sagt Eric Cantona, dass er den Rassisten am liebsten noch viel härter getroffen hätte. Wir lassen das mal so stehen.
Eine sehr schöne Hintergrundstory zu Eric Cantona gibt es übrigens bei 11 Freunde zu lesen.
Cantona, der inzwischen eine ganz schöne Wampe angesetzt hat, trainiert heute ein Beach-Soccer-Team und versucht sich im Schauspielern.
We drink we drink we drink to Eric the King the King the King

[Foto via: anthony kennedy, creative commons]
Gibt man bei der Internet-Suchmaschine Google die Schlagwörter „Christoph Daum Schalke“ ein, so erhält man 186.000 Treffer. Immer wieder wurde der charismatische Motivator Daum mit dem Traineramt des FC Schalke 04 in Verbindung gebracht – immer dann, wenn zuletzt ein Schalker Trainer auf der Kippe stand. Die Sport-Bild hat über ihn sogar mal gesagt: „Wenn Schalke anruft, würde Christoph sogar auf dem Pferd zur Unterschrift kommen.“ Wirklich? Nun ist die Sport-Bild nicht gerade für seriösen Journalismus bekannt und dementsprechend darf man diese Nachricht auch im Nachhinein werten.
Jeder halbwegs vernünftige Fan weiß inzwischen, dass das Fußball-Geschäft total aus den Angeln ist. Und Christoph Daum gehört zu diesem Fußball-Geschäft. Und sicher ist er auch total aus den Angeln gehoben. Er ist ein Opfer seines Business. Unter diesem Aspekt sollte man eben nicht alle seine ausgesprochenen Worte auf die Goldwaage legen, sondern auch mal in einer stillen Minute darüber nachdenken, warum er so ist, wie er ist.
Und hier zum Abschluss dieses Threads ein Song zu Ehren von Christoph Daum.

[Foto via: space caddet, creactive commons]
Ich habe 1959 im Europapokal abends um acht Uhr gegen den legendären brasilianischen Weltmeister Vavá gespielt, damals in Diensten von Atlético Madrid, da habe ich vorher bis sechs Uhr im Westfalenkaufhaus gearbeitet. Ein Trainingslager oder eine spezielle Vorbereitung gab es nicht. Die Oberliga war eine andere Fußballwelt, dabei gehörte Schalke 04 schon zu den privilegierten Vereinen.
So schreibt es der RevierSport und zitiert dabei Günter Brocker, Mitglied der letzten Meisterelf des FC Schalke 04. Im Pokal der Landesmeister traf Schalke 1959 auf Atlético Madrid, das morgen Abend in der Arena zu Gast sein wird. Damals sahen 110.000 Zuschauer die Begegnung in Madrid – das ist immer noch die größte Kulisse, vor der die Knappen jemals angetreten sind.

Choreographie der Atlético-Ultras: „Bereit für den Kampf“
[Foto via: Sam Kelly, Creative Commons]
Leider gab es damals für Schalke nix zu holen, wie in unserer „Mythos Schalke“-Serie nachzulesen ist …
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